Regionalprojekte

Regionalprojekt Landratsamt Ravensburg

Landkreis Ravensburg

Der Landkreis Ravensburg liegt im äußersten Südosten Baden-Württembergs. Das Kreisgebiet erstreckt sich über eine Fläche von 1.631,8 km², auf der insgesamt 279.296 Einwohner (Stand: 31.12.2015) in 39 Städten und Gemeinden leben. Das Jugendamt fördert Kinder und Jugendliche in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung und trägt dazu bei Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen. Es berät und unterstützt Eltern und andere Erziehungsberechtigte bei der Erziehung und schützt Kinder und Jugendliche vor Gefahren für Ihr Wohl. Es hilft dabei positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen. Hierzu bietet das Jugendamt Ravensburg unterschiedliche Beratungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche, Eltern sowie andere Erziehungsberechtigte und frühe Hilfen für Familien in den ersten Lebensjahren des Kindes. In Kooperation mit den Städten, Gemeinden, Trägern und Akteuren vor Ort, setzt sich das Jugendamt für die Förderung familienfreundlicher Bedingungen im Landkreis ein. Es fördert präventive Angebote der Jugendarbeit, Schulsozialarbeit, Familientreffs und koordiniert die Tagespflegevermittlung.

KIG Regionalprojekt - Landkreis Ravensburg - Jugendamt

Das Regionalprojekt des Jugendamt Ravensburg hat sich zum Ziel gesetzt die gesunde psychische Entwicklung von Kindern zu fördern. Die Förderung der kindlichen Resilienz ist insbesondere dann wichtig, wenn Kinder von den Belastungen ihrer Eltern, etwa der psychischen Erkrankung eines Elternteils, betroffen sind. Im Rahmen des Angebots KiP – Kinder psychisch kranker Eltern werden betroffene Kinder und Familien landkreisweit, beispielsweise durch die Vermittlung von Patenschaften und Beratung der Eltern, unterstützt. Zur Zielerreichung ist es insbesondere notwendig Fachkräfte und Multiplikatoren für die Bedürfnisse von Familien und Kindern in besonderen Belastungssituationen zu sensibilisieren und fortzubilden. Im Rahmen von Fachveranstaltungen und Fortbildungen sollen Fachkräfte aus unterschiedlichsten Disziplinen einen Zugang zum Thema der gesunden psychischen Entwicklung von Kindern und dessen Bedeutung für das eigene Arbeitsfeld bekommen. Das bereits vorhandene Wissen der teilnehmenden Interreg Partner rund um den Bodensee soll dabei in das Regionalprojekt einfließen. Darüber hinaus möchte das Regionalprojekt einen Beitrag dazu leisten die bestehenden Angebote und Hilfesysteme im Landkreis Ravensburg zu vernetzen um Familien einen niederschwelligen Zugang zu passgenauen Angeboten zu ermöglichen.

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Regionalprojekt Landkreis Lindau

Landratsamt Lindau

Das Landratsamt Lindau (Bodensee) ist die Verwaltungsbehörde des Landkreises. Das dort beschäftigte Personal vollzieht die Beschlüsse des Kreistages und seiner Ausschüsse und erledigt die Verwaltungsaufgaben, die den Landkreisen durch Gesetz übertragen sind. Dazu gehören unter anderem die Sozial- und Jugendhilfe. Der Bereich Jugend und Familie - Jugendamt am Landratsamt Lindau fördert Kinder und Jugendliche in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung und trägt dazu bei Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen.

KIG Regionalprojekt - Landkreis Lindau

Schwerpunkte des Regionalprojekts in Lindau sind der Aufbau eines Frühwarn- und ganzheitlichen Hilfesystems durch Qualifizierungsmaßnahmen für Fachpersonen, die Stärkung psychisch kranker oder suchtkranker Eltern bei der Gewährleistung des gesunden Aufwachsens ihrer Kinder und Hilfestellungen für Kinder zum Umgang mit einer Erkrankung der Eltern. Hauptzielgruppen sind psychisch kranke und suchtkranke Eltern und deren Kinder sowie Fachpersonen.

Eine enge Kooperation mit Therapieeinrichtungen und der Jugendhilfe, insbesondere mit den Frühen Hilfen, ist geplant, um die Kooperationsstruktur zu verbessern und Synergien zu nutzen.

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Regionalprojekt Landratsamt Bodenseekreis

Landratsamt Bodenseekreis

Im Dezernat IV "Jugend, Soziales und Gesundheit" sind jene Ämter des Landratsamts zusammengefasst, deren Fokus auf staatlichen Sozialleistungen, Betreuung und Gesundheitsschutz liegt. Diese Aufgaben und Leistungen gehören teilweise zur unteren staatlichen Verwaltungsbehörde. In der Praxis bedeutet dies, dass die Arbeit dieser Bereiche in bundeseinheitlichen Gesetzen (z. B. Sozialhilfe) oder in Landesgesetzen geregelt ist (z. B. Gesundheitsamt).

KIG Regionalprojekt - Landkreis Bodensee

Kinder und Jugendliche in besonderen Lebenslagen
- Unterstützungsprojekt für Familien -

Im Bodenseekreis besteht seit Jahren eine enge Vernetzung innerhalb der unterschiedlichsten Versorgungsbereiche im Gesundheits- und Sozialwesen z.B. Gemeindepsychiatrie, Behindertenhilfe oder Suchthilfe. Die Schnittstellen dieser Bereiche wurden bearbeitet und durch übergreifende Vernetzung eine enge Verknüpfung hergestellt. Die Situation der Kinder und Jugendlichen in den belasteten Familien geriet dabei immer mehr in den Focus.

Ziel des Regionalprojekts Bodenseekreis ist die Erarbeitung und Umsetzung einer Konzeption zur Arbeit mit belasteten Familien, insbesondere in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen aus diesen Familien. Die Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Beratungskontexten und der Kinder- und Jugendhilfe zeigen, dass Kinder, die z.B. in ihrer Familie mit einer substanzgebundenen oder substanzungebundenen Abhängigkeit konfrontiert sind, einer vergleichbaren Belastung ausgesetzt, wie Kinder aus Familien, in denen eine psychische Erkrankung, eine physische Erkrankung, eine Behinderung oder häusliche Gewalt vorkommt. Zunehmend werden Familien beobachtet, in denen es zu einer Mehrfachbelastung für die Kinder kommt. Die Kinder und Jugendlichen tragen dadurch ein deutlich erhöhtes Risiko, da sie unbewusst das problematische Verhalten der Erwachsenen übernehmen und so in folgende Generationen tragen. Sie sind eher gefährdet, im Erwachsenalter Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen. Es genügt daher nicht, nur den Erwachsenen therapeutische Hilfe anzubieten, sondern es müssen auch professionelle Angebote für Kinder und Jugendliche gemacht werden. Das Angebot stellt eine vorbeugende Maßnahme dar, um Kinder und Jugendlichen vor psychosozialen Verhaltensweisen und/oder psychischen Erkrankungen zu schützen. Die Etablierung eines flächendeckenden Angebotes für diese Familien ist langfristig ein Ziel des Projekts im Bodenseekreis.

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Regionalprojekt Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit

Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit

Das Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit wurde 2012 von den Kantonen St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden sowie dem Fürstentum Liechtenstein als nicht gewinnorientierter Verein gegründet. Ziel des Forums ist es, die psychische Gesundheit zu thematisieren und zu fördern, Tabus im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen abzubauen, die Akteure in der Ostschweiz zu vernetzen und den Austausch zwischen Fachstellen, Betroffenen, Angehörigen und Interessierten zu stärken. Über Veranstaltungen, Fortbildungen und Informationsmaterialien möchte das Ostschweizer Forum auf die Bedeutung der psychischen Gesundheit hinweisen und für das Thema sensibilisieren. Der Verein hat zudem eine gemeinsame Webplattform mit Informationen, einem Verzeichnis für Unterstützungsangebote und einem Veranstaltungskalender für die gesamte Region Ostschweiz entwickelt.

KIG Regionalprojekt - Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit

Ziel des Regionalprojekts des Ostschweizer Forums für Psychische Gesundheit ist die Erarbeitung einer vollständigen regionsübergreifenden Übersicht zu bestehenden Angeboten und Anbietern in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention, Früherkennung, (Früh-)Intervention sowie Versorgung im Bereich der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Anlaufstellen und Angeboten, die Unterstützung für belastete Familien bzw. Kinder bieten, v.a. Kinder, deren Eltern(-teile) psychisch erkrankt oder suchbelastet sind. Ein weiteres Ziel ist die Identifizierung von allfälligen Angebotslücken sowie die anschliessende Unterstützung beim Aufbau neuer, zusätzlich benötigter Angebote. Die ermittelten Stellen und ihre Unterstützungsangebote sollen in einem zentralen Online-Tool Fachpersonen, Betroffenen, Angehörigen sowie der Öffentlichkeit systematisch zugänglich gemacht werden, um ein rasches Auffinden passender Hilfsangebote zu ermöglichen. Das Online-Tool soll so gestaltet werden, dass es für weitere Regionen in der Schweiz und im Ausland anwendbar und nutzbar wird.

 

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Regionalprojekt des Kantons Thurgau

Kanton Thurgau

Das Amt für Gesundheit Kanton Thurgau, Ressort Gesundheitsförderung, Prävention und Sucht ist zuständig für die übergeordnete Planung, Koordination und Aufsicht der Gesundheitsvorsorge. Gemäss Strategie Gesundheitsförderung und Prävention 2017-2025 soll die psychische Gesundheit der Thurgauer Bevölkerung gefördert und psychische Erkrankungen sowie Suizidalität vermindert werden. Ein niederschwelliges, gut zugängliches Beratungs- und Unterstützungsangebot soll Menschen jeden Alters in belastenden Lebenssituationen unterstützen und ihre Ressourcen und Lebenskompetenzen stärken. Das Projekt für Kinder mit einem psychisch kranken und/oder süchtigen Elternteil wird im Rahmen des Konzepts Psychische Gesundheit Thurgau umgesetzt.

KIG Regionalprojekt - Kanton Thurgau

Kinder und Jugendliche, die in Familien mit psychisch erkrankten oder suchtkranken Eltern aufwachsen, sind erheblichen Belastungen ausgesetzt, welche ihre gesunde Entwicklung gefährden und das Risiko erhöhen, eine eigene Verhaltensauffälligkeit, Suchterkrankung oder psychische Erkrankung zu entwickeln. Obwohl für dieses Problem ein wachsendes Bewusstsein vorhanden ist, fehlen entsprechende präventive Angebote und eine versorgungsübergreifende Kooperationsstruktur, welche für die Erreichbarkeit und nachhaltige Unterstützung der betroffenen Kinder Voraussetzung ist. Im Rahmen dieses Projekts soll einerseits diese Kooperationsstruktur aufgebaut werden, um die bereits bestehenden präventiven, therapeutischen und pädagogischen Angebote gezielt zu nutzen und den betroffenen Familien zugänglich zu machen. Anderseits sollen die Schutzfaktoren im Umfeld des Kindes mittels geeigneten Massnahmen gefördert werden. Als spezifischer Schutzfaktor für Kinder psychisch kranker Eltern gilt die alters- und entwicklungsadäquate Informationsvermittlung und Aufklärung über Erkrankung und Behandlung des Elternteils sowie eine adäquate individuelle und familiäre Krankheitsbewältigung.

Fachpersonen spielen bei diesem Vorhaben eine Schlüsselrolle. Die Sensibilisierung für die Elternrolle ihrer Klienten und Klientinnen und die Situation der Kinder ist der erste Schritt. Weiter sollen die Fachpersonen in ihrer Handlungskompetenz in Bezug auf die Arbeit mit Eltern und Kindern gestärkt werden und über geeignete Instrumente verfügen, die Eltern ihrerseits für die Problematik zu sensibilisieren und sie in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken.

Damit das Vorgehen und die Massnahmen auf die Praxis abgestimmt sind, wurde eine Umfrage durchgeführt, an der sich diverse Berufsgattung beteiligt haben, wie z.B. Kinderärzte und Kinderärztinnen sowie Hausärzte und Hausärztinnen, Psychologen und Psychologinnen, Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen, Fachpersonen aus dem Sozialdienst und aus der Paar-, Familien- und Jugendberatung sowie Pflegefachpersonen aus der Psychiatrie und der Spitex. Die Resultate der Umfrage sind im Ergebnisbericht dokumentiert.

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