Masterthesis zur Gesundheitsförderung im Kindergarten

Stärkung sozial – emotionaler Fähigkeiten

Unter besonderer Berücksichtigung von Kindern
depressiv erkrankter Eltern
 

Die vorliegende Arbeit befasst sich damit, wie Kinder – insbesondere Kinder psychisch erkrankter Eltern – durch öffentliche Institutionen wie Kindergarten o.ä. mehr Unterstützung in ihrer Entwicklung erhalten können. Da sich unsere Gesellschaft nach Koch et al. (2011) in einem Wandel befindet, der zu einer zunehmenden Verlagerung der Erziehung in Institutionen führt, ergibt sich auch dementsprechend die Notwendigkeit, stabilisierende gesundheitsförderliche Programme in Institutionen zu verankern, um Kinder zu gesunden Erwachsenen heranzuziehen.
Im Durchschnitt erkranken ca. 30% der deutschen Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an einer psychischen Störung (Plass und Wiegand-Grefe 2012: 18). Besonders hoch ist das Risiko, an einer Depression zu erkranken (11,6% nach (Busch et al. 2013). Die Symptome einer Depression, wie, gedrückte Stimmung, Interessen- und Freudlosigkeit, erhöhte Ermüdbarkeit, Aktivitätsverlust etc., erschweren es depressiv erkrankten Eltern ihre Erziehungsaufgaben ausreichend wahrzunehmen und ihre Kinder angemessen in deren Entwicklung zu fördern. Dies führt bei den betroffenen Kindern zu einem erhöhten Risiko, später selbst eine psychische Störung zu entwickeln.
Aufgrund der hohen Prävalenzrate dieser Erkrankung und der Tatsache, dass die Auswirkungen auf Kinder von depressiven Eltern besonders gut erforscht zu sein scheinen (Pretis und Dimova 2016), wird der Schwerpunkt dieser Arbeit daher auf Fördermöglichkeiten im Kindergarten für Kinder von depressiv erkrankten Eltern gesetzt.

Masterthesis zum Thema: Gesundheitsförderung im Kindergarten

Die Masterthesis wurde im Rahmen des Projketes „Kinder im seelischen Gleichgewicht“ von dem Projektpartner Ravensburg veranlasst und von Interreg gefördert. Basierend auf den Ergebnissen der Masterthesis trifft das Jugendamt Ravensburg gezielte Maßnahmen, die in den Kindergärten umgesezt werden.